Migration

Temporäre und dauerhafte Migration ist weltweit ein zentrales Merkmal von Globalisierung. Gerade in den global cities leben viele MigrantInnen. Auch unabhängig von existierenden Gesetzen, Einschränkungen der Bewegungsfreiheit, des Wahlrechts etc. nehmen sie sich das Recht zu leben und eignen sich die Stadt an. Politisch, ökonomisch und kulturell spielen sie eine wichtige Rolle, auch wenn sie oft unsichtbar gemacht werden.
Innerhalb des Projekts wollen wir Migration anhand der zwei Schwerpunkte Autonomie der Migration und politische Teilhabe von MigrantInnen diskutieren.

Grenzüberschreitungen · 22.08.06

72.jpgIn unserem Projekt spielt Migration eine große Rolle, nicht zuletzt der Besuch bei der Medizinischen Flüchtlingshilfe Berlin hat zu intensiven Diskussionen und der Frage nach globaler Solidarität geführt.
Die iz3w setzt in ihrer neuesten Ausgabe “Grenzüberschreitungen – Migration von Süd nach Süd” die Nord-Süd-Problematik hinsichtlich der Migration ins richtige Licht: Zwei Drittel der MigrantInnen sind weltweit im Süden unterwegs.

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Eindrücke zur Arbeit der medizinischen Flüchtlingshilfe in Berlin · 20.03.06

- von Rhoda Viajar –
Es ist bemerkenswert, dass die Organisation sich nicht nur um die spezifischen medizinischen Bedürfnisse der MigrantInnen kümmert, sondern auch bewusst politische Stellvertreterfunktionen wahrnimmt. Dieser Ansatz, denke ich, ist entscheidend für alle Organisationen, die auf die Probleme der Migration als Konsequenz der Neoliberalisierung reagieren.

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"Konkrete Solidarität" - Besuch bei der Medizinischen Flüchtlingshilfe Berlin · 19.03.06

– Kommentar von Graciela Draguicevich
Die Medizinische Flüchtlingshilfe hat Erstaunliches erreicht, wenn sie 120 medizinische Fachkräfte zusammenbringt, die die Besonderheiten der „Illegalität“ ihrer Patienten berücksichtigen und dabei vielleicht für eine illegale und kostenfreie Behandlung ihre Zulassung aufs Spiel setzen.
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Kommentar zum Besuch bei der Medizinischen Flüchtlingshilfe Berlin · 19.03.06

– von Boniface Mabanza –
Dass die neoliberale Globalisierung wie ein Laden funktioniert, aus dem die stärksten Akteure das holen, was ihnen gefällt und alles andere liegen lassen, wird am Beispiel der Menschen deutlich. [...] Es geht bei der medizinischen Versorgung um ein Grundrecht. Es geht um das Recht auf Leben. Wer Leben respektiert, muss es vor der Gefahr des Todes schützen.

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“Unser Ziel ist, uns überflüssig zu machen” – Besuch bei der Medizinischen Flüchtlingshilfe Berlin · 18.03.06

– von Ludger Weckel und Katrin Steiner –
53.jpgEigentlich könnten es alle wissen: Die Migrations- und Flüchtlingspolitik in der BRD ist menschenverachtend und verstößt gegen die Menschenrechtskonvention der UN – kein Wunder, sind doch Abschiebelager und Abschiebehaft längst gängige Praxis, sind doch Illegalisierte bei einemArztbesuch von Abschiebung bedroht. Genau hier macht sich das Büro für medizinische Flüchtlingshilfe Berlin stark und vermittelt Kontakte zu ÄrztInnen, Krankenhäusern, Apotheken u. a.. Auf ersten Blick erstaunlich, dass gerade in letzter Zeit die Arbeit des „Medibüros” von Seiten der Politik sogar ausdrücklich gelobt wurde. Ein Weg, über den staatliche Stellen versuchen, sich ihrer eigenen Verantwortung zu entziehen. Was bedeutet dies aber für die Arbeit des Medibüros?

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Si, se puede!
Chicago Witnesses Massive Protest for Immigrant Rights
· 17.03.06

– report and comment published by Indymedia -
34.jpg On Friday, March 10, 2006 Chicago’s downtown was paralyzed by an immigrant rights march estimated at more than 100,000 people. The march, organized by a citywide coalition of community, labor and immigrant rights groups, was called to protest the punitive enforcement provisions of the anti-immigrant Sensenbrenner Bill: “Border Protection, Anti-Terrorism, and Illegal Immigration Control Act of 2005” (H.R. 4437).

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MAIZ - die zapatistische Kunsthandwerkbewegung in Mexico Stadt erobert sich Freiräume · 14.08.05

M.A.I.Z. – Movimiento Artesanía Indígena Zapatista
Ein Kampf für Land und Freiheit

(kaos) Anfang der 90er Jahre zogen Triqui-Indígenas (Ureinwohner Oaxacas, die sich und ihre Sprache als Triqui bezeichnen) aus verschiedenen Dörfern des südlichen Bundesstaats Oaxaca nach Mexiko-Stadt. Sie suchten einen Ort, wo sie ihre Artesanía-Waren (traditionelles Kunsthandwerk) ohne Zwischenhändler direkt verkaufen, wo ihre Kinder studieren und wo sie autonom und frei von Repressionen leben können.

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Jetzt sind wir hier! · 9.08.05

Illegalisierte Campesinos stellen die Landfrage in Los Angeles
- Von Henrik Lebuhn -
Seit dem 12. Januar wird vor dem Berufungsgericht von Los Angeles der Fall der ‘South Central Farmer’ verhandelt. 347 überwiegend illegalisierte Familien aus Lateinamerika klagen gegen die Stadt L.A. Denn diese hat einfach das Brachgelände mit ihren Gärten verkauft – welche wiederum offiziell gar nicht existieren dürften. Die Campesinos organisieren nun eine beispiellose Kampagne gegen die Privatisierung.

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Auch eine Art von Straßenstrich - TagelöhnerInnen in San Francisco · 9.08.05

- von Henrik Lebuhn –
“Ich bekomme 50 Dollar für die ersten drei Stunden. 15 Dollar für jede weitere. Draußen auf der Straße kriegst Du vielleicht sieben oder acht Dollar pro Stunde. Und du weißt nie, ob dein Patron dich auch tatsächlich bezahlt.” Miguel arbeitet als Tagelöhner in San Francisco. Doch im Gegensatz zu den meisten anderen bietet er seine Arbeitskraft nicht auf der Straße an. Miguel ist Mitglied des Day Labor Program (DLP), einer Non-Profit-Organisation, die migrantische Tagelöhner betreut.

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Die Nelegals von Moskau · 2.08.05

- Von Johann Jäckel -
Illegalisierte MigrantInnen in Moskau wehren sich gegen das anachronistische System der Propiska. Dieses Registrierungsverfahren verletzt das Recht auf eine freie Wahl des Wohnorts. Eine Internet-Seite versucht auf die Situation der Betroffenen aufmerksam zu machen und diese zu vernetzen.

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