Das Projekt
Megacities, Global Cities, Weltstädte, Metropolen: Neoliberale Globalisierung und der Widerstand dagegen zeichnen sich in den großen Städten im Süden und im Norden besonders deutlich ab. Charakteristisch für die Situation in den Städten sind Privatisierungen aber auch massive soziale Veränderungen. Während z.B. die Menschen in den großen Städten Lateinamerikas nach eigenen Wegen des Überlebens suchen, öffnet sich auch in den Städten des Nordens die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter. Nicht zuletzt gerät dabei die prekäre Situation von MigrantInnen aus dem Blick, die „illegal“ in den Städten leben.
Mit dem Nord-Süd-Projekt „Der Süden der Städte“ will das Institut für Theologie und Politik deshalb nicht nur auf Symmetrien und Asymmetrien in Städten in Nord und Süd hinweisen, sondern konkret nach Möglichkeiten für solidarisches Handeln gegen eine neoliberale Umstrukturierung der Städte suchen. Im Mittelpunkt des Projekts stehen Basisgruppen und Organisationen in sozialen Bewegungen, für die wir auch Anknüpfungspunkte für eine „Globalisierung von unten“ schaffen wollen.
Bestandteile des Projekts sind zwei Besuchsprogramme im September 2005 und im Februar und März 2006, zwei Fachtagungen und dieses interaktive Internetportal. Themenschwerpunkte sind die Komplexe (Wieder-)Aneignung, Demokratisierung der Stadt (Citizenship) und Migration. Das gesamte Projekt wird unterstützt von der Stiftung für Umwelt und Entwicklung NRW.
Hinweis der Redaktion:
Aus gegebenem Anlass setzen wir auf alle Seiten auch fremdsprachige Texte. Sobald es Übersetzungen oder Zusammenfassungen in der jeweiligen Sprache gibt, werden diese ersetzt. Leider können wir nicht alle Texte übersetzen, wir bitten um Verständnis.
Grenzüberschreitungen · 22.08.06
In unserem Projekt spielt Migration eine große Rolle, nicht zuletzt der Besuch bei der Medizinischen Flüchtlingshilfe Berlin hat zu intensiven Diskussionen und der Frage nach globaler Solidarität geführt.
Die iz3w setzt in ihrer neuesten Ausgabe “Grenzüberschreitungen – Migration von Süd nach Süd” die Nord-Süd-Problematik hinsichtlich der Migration ins richtige Licht: Zwei Drittel der MigrantInnen sind weltweit im Süden unterwegs.
Der Beginn eines neuen Internationalismus?
Abschlussauswertung des Besuchsprogramms im Februar und März 2006 · 22.03.06
- von Katrin Steiner –
Lassen sich weltweit ähnliche Probleme für Selbstorganisationen in den Städten feststellen? Welches Verhältnis haben sie zum Staat? Geht es um konkrete Hilfe oder politische Arbeit? Welche Bedeutung haben Netzwerke? Wie könnte ein neuer Internationalismus aussehen?
Diese Fragen beschäftigten uns nicht nur während unserer Besuche sondern auch während der Abschlussauswertung.
» Kommentar / Comment / Comentario »
Police vehicles spread terror in favelas of Rio de Janeiro · 21.03.06
- article published by indymedia – 
Several social organizations are organizing a campaign against the use of the “caveirao” by the Military Police of Rio de Janeiro. “Caveirao” is the name of armour planting and heavily armed vehicles that enter favelas and poor areas of Rio de Janeiro (Brasil) in order to “fight drug traffic”. But, according to residents and campaign organizers, “the action methods of the “caveirao” are there to spread fear, not guarantee security.
» Kommentar / Comment / Comentario »
Eindrücke zur Arbeit der medizinischen Flüchtlingshilfe in Berlin · 20.03.06
- von Rhoda Viajar –
Es ist bemerkenswert, dass die Organisation sich nicht nur um die spezifischen medizinischen Bedürfnisse der MigrantInnen kümmert, sondern auch bewusst politische Stellvertreterfunktionen wahrnimmt. Dieser Ansatz, denke ich, ist entscheidend für alle Organisationen, die auf die Probleme der Migration als Konsequenz der Neoliberalisierung reagieren.
» Kommentar / Comment / Comentario »
"Konkrete Solidarität" - Besuch bei der Medizinischen Flüchtlingshilfe Berlin · 19.03.06
– Kommentar von Graciela Draguicevich –Die Medizinische Flüchtlingshilfe hat Erstaunliches erreicht, wenn sie 120 medizinische Fachkräfte zusammenbringt, die die Besonderheiten der „Illegalität“ ihrer Patienten berücksichtigen und dabei vielleicht für eine illegale und kostenfreie Behandlung ihre Zulassung aufs Spiel setzen.
» mehr / more / más »
» Kommentar / Comment / Comentario »
Kommentar zum Besuch bei der Medizinischen Flüchtlingshilfe Berlin · 19.03.06
– von Boniface Mabanza –
Dass die neoliberale Globalisierung wie ein Laden funktioniert, aus dem die stärksten Akteure das holen, was ihnen gefällt und alles andere liegen lassen, wird am Beispiel der Menschen deutlich. [...] Es geht bei der medizinischen Versorgung um ein Grundrecht. Es geht um das Recht auf Leben. Wer Leben respektiert, muss es vor der Gefahr des Todes schützen.
» Kommentar / Comment / Comentario »
“Unser Ziel ist, uns überflüssig zu machen” – Besuch bei der Medizinischen Flüchtlingshilfe Berlin · 18.03.06
– von Ludger Weckel und Katrin Steiner –
Eigentlich könnten es alle wissen: Die Migrations- und Flüchtlingspolitik in der BRD ist menschenverachtend und verstößt gegen die Menschenrechtskonvention der UN – kein Wunder, sind doch Abschiebelager und Abschiebehaft längst gängige Praxis, sind doch Illegalisierte bei einemArztbesuch von Abschiebung bedroht. Genau hier macht sich das Büro für medizinische Flüchtlingshilfe Berlin stark und vermittelt Kontakte zu ÄrztInnen, Krankenhäusern, Apotheken u. a.. Auf ersten Blick erstaunlich, dass gerade in letzter Zeit die Arbeit des „Medibüros” von Seiten der Politik sogar ausdrücklich gelobt wurde. Ein Weg, über den staatliche Stellen versuchen, sich ihrer eigenen Verantwortung zu entziehen. Was bedeutet dies aber für die Arbeit des Medibüros?
» Kommentar / Comment / Comentario »
Si, se puede!
Chicago Witnesses Massive Protest for Immigrant Rights · 17.03.06
– report and comment published by Indymedia -
On Friday, March 10, 2006 Chicago’s downtown was paralyzed by an immigrant rights march estimated at more than 100,000 people. The march, organized by a citywide coalition of community, labor and immigrant rights groups, was called to protest the punitive enforcement provisions of the anti-immigrant Sensenbrenner Bill: “Border Protection, Anti-Terrorism, and Illegal Immigration Control Act of 2005” (H.R. 4437).
» Kommentar / Comment / Comentario »
Planerladen Dortmund - Kommentar · 17.03.06
– von Graciela Draguicevich –
Der Planerladen erscheint beinahe wie ein Staatsunternehmen, wegen der breiten Themenpalette und der Oberflächlichkeit, mit der diese behandelt werden. Es scheint um die Herstellung eines Ausgleichs zwischen Reichen und Armen zu gehen, zwischen Eigentümern und Mietern, zwischen Einwanderern und Einheimischen. Ist das etwa nicht die wichtigste Aufgabe des Staates?
» Kommentar / Comment / Comentario »
Besuch beim Planerladen Dortmund - Kommentar · 16.03.06
– von Rhoda Viajar –
Der Planerladen in Dortmund kam mir recht vertraut vor. Die Natur der Projekte, die Rationalisierungen dahinter und die damit zusammenhängenden Prozesse sind denen ähnlich, die in einigen Entwicklungsprojekten auf den Philippinen angewandt werden.
» Kommentar / Comment / Comentario »
Eine Institution, mit der man rechnen muss · 15.03.06
- Kommentar zum Besuch beim Planerladen in Dortmund von Katrin Steiner –
Da der Planerladen aus einem universitären Projekt entstand und viele RaumplanerInnen und ArchitektInnen sich hier engagierten und noch engagieren, ist die Perspektive meines Erachtens eine andere: Wie ist Mitbestimmung gerade auch in Auseinandersetzung mit städtischen Institutionen möglich, welche Gruppen gibt es, welche Konflikte und Interessen gibt es? Wie kann eine Planung mit den Leuten aus dem betroffenen Stadtteil aussehen?
» Kommentar / Comment / Comentario »
Von Kinshasa nach Dortmund – Vergleichbare Entwicklungen von Initiativen und die Konsequenzen · 13.03.06
- Kommentar zum Besuch beim Planerladen in Dortmund von Boniface Mabanza –
In der kongolesischen Hauptstadt sind zahlreiche stadtteilbezogene Initiativen zu beobachten, die in einigen Aspekten mit dem Planerladen Dordmund verglichen werden könnten.
» Kommentar / Comment / Comentario »
Kooperation als politisches Konzept - Besuch beim Planerladen in Dortmund-Nordstadt · 13.03.06
– von Ludger Weckel –
1982 von Architekten und Stadtplanern gegründet, ist der Planerladen in der Dortmunder Nordstadt mittlerweile zu einer lokalen Größe geworden, mit der sich auch die Stadt auseinandersetzen muss. Der Verein ist politisch unabhängig und gemeinnützig und setzt sich für eine Verbesserung der Wohn- und Lebensbedingungen in der Nordstadt ein, zudem betreibt er eine sozialorientierte Stadtteil- und Quartiers- entwicklung. In Auseinandersetzung und Zusammenarbeit mit städtischen Stellen aber auch mit dem Land NRW und der EU hat der Planerladen interessante Strategien zur Durchsetzung der eigenen Ziele entwickelt.
» Kommentar / Comment / Comentario »
WNairobiW! - Campaigning for Housing Rights in Nairobi · 7.03.06
- press release published by the International Alliance of Inhabitants -
» mehr / more / más »
» Kommentar / Comment / Comentario »
The Issue of Housing in Nairobi · 7.03.06
- published by the International Alliance of Inhabitants -
Fifty five percent of the population of Nairobi, that is 2,5 million out of a total of 4 million people, live in slums which cover only 5 percent of the city’s territory, and which are considered among the worst in all of Africa. This land does not belong to the slum dwellers. It belongs instead to the government, which can decide to bulldoze it all, when it wants, with only 48 hours’ warning.
» Kommentar / Comment / Comentario »
Eindrücke vom Besuch in Wuppertal · 7.03.06
– von Rhoda Viajar –
Ich weiß, dass ich schnell emotional berührt bin und in unerwarteten Momenten zu weinen beginne. Dennoch war ich sehr überrascht von meiner eigenen Reaktion auf das, was ich in Wuppertal sah und lernte. Während des Mittagessens in der Wuppertaler Tafel fragte Niklas mich nach meinen Eindrücken von Armut im Westen (in diesem Fall, in Wuppertal). Mein sofortiger Gedanke war: Armut hat viele Formen. Dann begannen meine Tränen nur so zu fließen – so unkontrollierbar, dass es mir etwas peinlich war.
» Kommentar / Comment / Comentario »
Besuch in Wuppertal - Kommentar · 7.03.06
- von Graciela Draguicevich -
Café Berlin, Mittagstafel und Autonomes Zentrum: Was sind die grundsätzlichen Ziele dieser NgO? Haben sich die Ziele im Laufe der Zeit geändert? Worauf sind die Anstrengungen gerichtet? In welchem Zeitraum werden die Ziele erreicht?
» Kommentar / Comment / Comentario »
Mehr als Karitas? · 7.03.06
- Kommentar zum Besuch in Wuppertal von Boniface Mabanza –
Die Wuppertaler Tafel zeigt, dass zunehmend mehr Menschen auf karitative Hilfe angewiesen sind. Im Brockenhaus wird die Ambivalenz der Ein- Euro- Jobs zwischen Wiedereingliederung in die Gesellschaft Ausbeutung deutlich. Welche politischen Konsequenzen sind hieraus zu ziehen?
» Kommentar / Comment / Comentario »
Zweiter Arbeitsmarkt, Ein- Euro- Jobs, Solidarität und Vernetzung - Besuch in Wuppertal · 7.03.06
– von Ludger Weckel –
Am Donnerstag, den 2.3.2006 sind wir von den Leuten vom Autonomen Zentrum in Wuppertal eingeladen. Zunächst gab es eine Rundtour durch die „soziale Realität“ der Stadt: Ein Gespräch mit der Leiterin des Café Berlin, einem offenen Beratungs- und Begegnungszentrum, ein Kurzbesuch im Gebrauchtmöbelladen Brockenhaus, dann das Mittagessen in der Kantine der Wuppertaler Tafel und anschließend ein Gespräch mit der Leiterin. Abschließend sind wir dann ins Autonome Zentrum selbst eingeladen.
» Kommentar / Comment / Comentario » [1]
Eindrücke vom Park Fiction-Projekt · 5.03.06
– von Rhoda Viajar –
Vom Park Fiction-Projekt war ich sehr beeindruckt. Der Film, der die Initiative dokumentiert, zeigt, wie ein Projekt, das den offenen Raum einer Gemeinschaft beinhaltet, gleichzeitig persönlich, lokal und global sein kann. Persönlich ist es wegen des Aspekts der “Wunschproduktion”, im Rahmen derer die BewohnerInnen aufgefordert wurden, den Park, den sie wollten, darzustellen und zu beschreiben. Lokal ist es, weil es einen gemeinsamen Ort für die Gemeinschaft betrifft. Und global ist es, weil es verschiedene kulturelle Symbole und Praktiken verbindet und städtische Prozesse diskutiert, die viele Städte weltweit betreffen.
» Kommentar / Comment / Comentario »
Park Fiction (Hamburg) - Kommentar · 3.03.06
– von Graciela Draguicevich –
Das Hamburger Projekt zeichnet sich meiner Auffassung nach durch drei Hauptmerkmale aus: (1) Inklusives Projekt, (2) Kein Parteiprojekt, (3) Ein Projekt, das seine Ziele erreicht hat.
» Kommentar / Comment / Comentario »
Park Fiction – Wünsche von unten und die Frage nach der Zukunft · 2.03.06
- Kommentar zum Besuch bei ParkFiction in Hamburg von Katrin Steiner – 
Während des Besuchsprogramms bin ich besonders gespannt auf die Strategien, die Selbstorganisationen ausprobiert haben, wenn es um die Auseinandersetzung mit städtischen Institutionen geht. Hier war der Besuch in Hamburg sehr bereichernd, weil eine große Vielfalt von Methoden genutzt wurden, um die Menschen von St. Pauli direkt in den Kampf für den Park einzubeziehen.
» Kommentar / Comment / Comentario »
Park Fiction
Wunschproduktion in einer globalisierten Stadt · 1.03.06
– Kommentar zum Besuch in Hamburg von Boniface Mabanza -
Der Park Fiction/ Hamburg ist eine Insel der Hoffnung. Er ist Ausdruck der mobilisierenden Funktion der Träume.
Er ist geprägt vom schwierigen Entstehungsprozess aller alternativen Ideen und seiner Verwirklichung haben sich massive Kräfte in den Weg gestellt.
Dass er durchgesetzt werden konnte, zeigt, dass man mit der Herstellung einer politisierten Öffentlichkeit, mit Kämpfen und Zielstrebigkeit viel erreichen kann.
» mehr / more / más »
» Kommentar / Comment / Comentario »
Kunst als Mittel der Politik · 1.03.06
- von Karsten Peters –
Zehn Jahre hat es gedauert von den ersten Plänen bis zur Umsetzung: der Park Fiction in Hamburg ist auf Druck und Initiative der AnwohnerInnen auf einem Grundstück in St. Pauli entstanden, wo eigentlich ein Bürogebäude gebaut werden sollte. Jetzt hat Hamburg seinen ersten wirklichen Bürgerpark.
» Kommentar / Comment / Comentario »
Der Vorhang zu und alle Fragen offen · 1.03.06

Jede Menge offene Fragen – und ein gerüttelt Maß Hoffnung. Die Tagung “Welche Stadt für wen? Die Stadt demokratisieren!” im Februar 2006 endete mit zahlreichen Widersprüchen und Unsicherheiten – und zumindest bei einigen mit der Zuversicht, dass der Keim gesetzt sei.
- Eindrücke von Johann Jäckel und Karsten Peters -
» Kommentar / Comment / Comentario »
Wohnraum und Privatisierung · 1.03.06
Referat von Knut Unger vom MieterInnenverein Witten innerhalb der Tagung “Welche Stadt für wen? Die Stadt demokratisieren!” im Februar 2006
– Bericht von Johann Jäckel –
Der Leitmythos der neoliberalen Hegemonie vom Privateigentum dominiert Diskurse über Wohnen: „Privateigentum – der Wohnraum als Eigenheim – macht den Menschen glücklich.“ Aktuell lassen sich eine Vielzahl von Privatisierungsprozessen, verbunden mit Marktkonzentrationen, im Wohnungsbereich beobachten
» Kommentar / Comment / Comentario »
Zwischen Markt und Supermarkt · 1.03.06
Referat von Boniface Mabanza auf der Tagung “Welche Stadt für wen? Die Stadt demokratisieren!” im Februar 2006
– Bericht von Johann Jäckel –
Auf dem historischen Hintergrund des Kolonialismus sowie anschließenden Ausplünderung und der Interventionen ausländischer Mächte herrschen im Kongo zur Zeit Mafia-ähnliche Wirtschaftsstrukturen. Es werden allein 3 Mrd. Dollar für Kriegswirtschaft ausgegeben. Der Krieg ist nicht zuletzt ein Verteilungskampf um Rohstoffe. Aufgrund von Flucht und Migration ist die Verarmung in den Städten am Größten.
» Kommentar / Comment / Comentario »
Die Neoliberalisierung der Stadt · 1.03.06
– Input von Klaus Ronneberger während der Tagung “Welche Stadt für wen? Die Stadt demokratisieren!”
Das Konzept der “Stadt als Unternehmen” spielt in der neoliberalen Politik eine entscheidende Rolle. Selbstorganisationen und Basisinitiativen müssen sich immer wieder mit der Strategie “Regieren durch Aktivieren” auseinandersetzen.
» Kommentar / Comment / Comentario »
Das System im System - Wie sieht eine widerständige Autonomie aus? · 28.02.06
- von Johanna Fincke und Anna Meuth -
Bericht zum Workshop “Das System im System” während der Tagung “Welche Stadt für wen? Die Stadt demokratisieren!” vom 24.-26. Februar 2006
Selbstorganisation war das Schlagwort, das die beiden ReferentInnen aus Nord und Süd in diesem Workshop verbunden hat. Graciela Dragucievich berichtete über die Autoorganisationsprozesse in Argentinien nach der Krise 2001 am Beispiel der Organisation
Mutual Sentimiento, und Sebastian Müller aus Dortmund gab einen kurzen historischen Überblick über die Kämpfe für selbstorganisierten und günstigen Wohnraum für alle, am Beispiel der Mietersyndikate in Deutschland.
» Kommentar / Comment / Comentario »
Zwischen Kooptation und Gestaltungsmöglichkeit
Zur Situation von Selbstorganisationen im Neoliberalismus · 27.02.06
- Impuls zur Eröffnung der Tagung “Welche Stadt für wen? Die Stadt demokratisieren!” von Katrin Steiner -
Selbstorganisationen und Basisinitiativen konfrontieren Menschen um sie herum mit ihren Projekten und haben den Anspruch, ihre Projekte breiter in der Gesellschaft zu verankern, also mit Gruppen und Institutionen zusammenzuarbeiten, die über ihren unmittelbaren Kreis im Stadtteil hinausgehen. Wie aber sollte diese Zusammenarbeit, gerade auch was staatliche / kommunale Stellen angeht, aussehen? Wie kann einer Vereinnahmung von Seiten dieser Stellen entgegengewirkt werden?
Gerade die feministische Bewegung hat seit den 70er Jahren eine Entwicklung durchgemacht, die uns vielleicht einige Anregungen geben kann.
» Kommentar / Comment / Comentario »
Autonome, Soziale, Soziokulturelle Zentren
zwischen Autonomie und Sozialarbeit · 27.02.06
- von Judith Welkmann –
Selbstverwaltete/soziale/autonome/Jugendkultur-/Zentren waren in den 80er Jahren und sind immer noch eine wichtige Plattform, um in lokale und Kultur und Politik „von unten“ zu intervenieren. Welche Möglichkeiten und Probleme sowie Strategien solche Zentren verfolgen ist höchst unterschiedlich, wie während der Eröffnung der Tagung “Welche Stadt für wen? Die Stadt demokratisieren!” deutlich wurde.
» Kommentar / Comment / Comentario »
Freiheit und Autonomie · 26.02.06
- von Karsten Peters –
Ist die „selbstständige Schule“, ist das „Hochschulfreiheitsgesetz“, mit denen die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen sich anschickt, öffentliche Bildungseinrichtungen der Markt- und Konkurrenzlogik zu übergeben, Ergebnis der linken Forderung früherer Jahre nach Autonomie und Selbstbestimmung? Eröffnet der Rückzug des Staates aus Bereichen soziokultureller Arbeit Freiräume und Möglichkeiten für jene, die bis dato immer um ihren Raum kämpfen mussten?
» Kommentar / Comment / Comentario »
Venezuelas „bolivarianischer Prozess“
Mit Gilles Deleuze in Caracas · 24.02.06
- von Raul Zelik –
Kaum ein anderes Land der Welt ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten von einem derart umfassenden Transformationsprozess erfasst worden wie Venezuela. In dem Erdölstaat wurde 1999 eine neue Verfassung verabschiedet, die eine soziale, partizipatorische Demokratie verspricht, außenpolitisch widersetzt sich die Chávez-Regierung offen den Dominanzansprüchen der USA, bemüht sich um eine globale Kooperation von Staaten des Südens und verwendet seine Bodenschätze selbstbewusst als Mittel, um alternative ökonomische und politische Bündnisse zu schmieden.
Dieser Artikel erscheint in der PROKLA , Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft, Heft 142, 36. Jg., 2006, Nr. 1
» Kommentar / Comment / Comentario »
Lateinamerikas größtes besetztes Hochaus ist in Gefahr · 11.02.06
- Bericht von indymedia -
“Prestes Maia”, das bei weitem größte besetzte Hochhaus auf dem lateinamerikanischen Kontinent, ist von Räumung bedroht. Mit seinen 468 Familien, Herberge für mehr als 1.600 ehemals obdachlose Menschen, inklusive Kinder, Alte und Behinderte, wird das Gebäude in Kürze seinem “rechtmäßigen” Eigner, Mr. Hamuche & Co., überstellt, der in den letzten 15 Jahren “Eigentümerschaft” Gemeinde-Schulden im Höhe von 5 Millionen Reais (rund 2.2 Millionen Dollar / 2.1 Millionen Euro) angehäuft hat, was mehr ist als das Gebäude Wert ist. Dieser enormen Schuldenberg, zusammen mit jahrelanger Außerbetriebsetzung des Hauses, sollte (sogar nach geltemden Recht) das Anrecht auf Übergabe des Hochhauses an die Öffentlichkeit durch die lokale Gemeindeverwaltung rechtfertigen, aber trotz alledem wird es an den Eigner zurückgegeben und hunderte Menschen auf die Straße setzen.
Hier die Petition gegen die Räumung unterschreiben.
» mehr / more / más »» Kommentar / Comment / Comentario »
Debatte: Zur Wiederbelebung des öffentlichen Raums · 17.01.06
- Von Johann Jaeckel und Karsten Peters -
Ist der öffentliche Raum wirklich für alle da? Bei einer Veranstaltung zur Nutzung öffentlicher Räume in Münster wies der Soziologe Klaus Ronneberger auf Brüche in der angeblichen Freiheit des öffentlichen Raums hin. Und auf den Anspruch der Mehrheit, die Nutzung des öffentlichen Raums mit Hilfe ordnungspolitischer und städtebaulicher Methoden von der Minderheit zurück zu erobern.
Die hier angestoßene Debatte stellt nicht die Meinung der Redaktion dar, sie will lediglich einige strittige Punkte aufgreifen.
» Kommentar / Comment / Comentario »
„Ein Zentrum im Zentrum“ · 17.01.06
Die Bochumer Referenten berichteten über das Soziale Zentrum in ihrer Stadt
„Wem gehört die Stadt (Wieder)Aneignung und soziale Kämpfe“ war der Titel der Fachtagung im September 2005 – und in diesem Rahmen fand auch ein reger Austausch statt über die Frage der Selbstorganisation und sozialer Kämpfe um und in aktuellen Lebensräumen in Caracas und Bochum. Das Seminar mit diesem Schwerpunkt versuchte Parallelen zu entdecken zwischen den Initiativen hier und in der Hauptstadt Venezuelas. Mit der deutschen Perspektive befasst sich dieser Artikel.
» Kommentar / Comment / Comentario »
Lebensräume: Selbstorganisation und soziale Kämpfe?
Soziale Transformation in Venezuela · 16.01.06
- von Anna Meuth –
„Wem gehört die Stadt (Wieder)Aneignung und Kämpfe gegen Privatisierungen“ war der Titel der Fachtagung im September 2005 – und in diesem Rahmen fand auch ein reger Austausch statt über die Frage der Selbstorganisation und sozialer Kämpfe um und in aktuellen Lebensräumen in Caracas und Bochum. Das Seminar mit diesem Schwerpunkt versuchte Parallelen zu entdecken zwischen den Initiativen hier und in der Hauptsstadt Venezuelas.
» Kommentar / Comment / Comentario »
Transzendenz zum Konsum: Das Einkaufszentrum „Centro“ in Oberhausen · 3.01.06
- Von Karsten Peters –
Mit der Stadt drumherum, mit der realen Welt hat das Gelände des „CentrO Oberhausen“ herzlich wenig gemein. Nicht nur, dass das Gebäude des nach Eigenwerbung größten Einkaufszentrums Europas architektonisch irgendwo zwischen Ozeanriese und Petersdom einzuordnen ist, es entzieht sich auch jedem anderen Versuch, es an die reale Welt anzubinden.
» Kommentar / Comment / Comentario »
BürgerInnenbegehren gegen Wasserprivatisierung · 2.01.06
Die derzeitigen Veränderungen im deutschen Wassersektor und die von Teilen der Bevölkerung als negativ empfunden Erfahrungen mit der Transformation öffentlicher Güter in Waren haben in jüngster Zeit Ansätze einer Gegenöffentlichkeit entstehen lassen. Da zumindest die großen Parteien keine eindeutige Position zu Privatisierungsvorhaben einnehmen, können die WählerInnen ihre Haltung zur Privatisierung nur bedingt in ihre Wahlentscheidungen einfließen lassen. Es gibt allerdings in allen Bundesländern die Möglichkeit, von kommunalen und landesweiten BürgerInnenentscheiden.
» Kommentar / Comment / Comentario »
Eindrücke zu Wasserprivatisierungen aus Städten in Südafrika, Uruguay und Deutschland · 30.12.05
In den folgenden Hörbeiträgen, handelt es sich um O-Töne, die auf einer Veranstaltung im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Die Welt wird Privat“ des Eine-Welt-Forums Münster im Oktober 2005 in der ESG stattfand.
O-Ton von u.a. Ruth Kadalie zu Wasserprivatisierung in Südafrika
